Mali: Abgestürzte Bundeswehrsoldaten: Die lange Pannengeschichte des Tigers

Beim Bundeswehreinsatz in Mali sind zwei deutsche Soldaten durch den Absturz eines Kampfhubschraubers vom Typ Tiger getötet worden. Noch wurde der Flugschreiber nicht ausgewertet, die Ursache des Unglücks ist entsprechend noch nicht geklärt. Erste Erkenntnisse deuten aber laut einer Mitteilung der Vereinten Nationen auf technisches Versagen hin. Der " Spiege l" berichtet unter Berufung auf den Piloten des zweiten Hubschraubers, der direkt hinter der Unglücksmaschine flog, der Tiger sei "urplötzlich und ohne einen Notruf mit der Nase nach vorne abgekippt und dann sofort im Sturzflug zu Boden gegangen". Ein Abschuss wird zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen. Sollte sich technisches Versagen als Absturzursache bewahrheiten, könnte das Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen unter Druck setzten. Der Hubschraubertyp Tiger geriet in den vergangenen Jahren mehrfach wegen technischer Probleme in die Schlagzeilen. So waren im Sommer 2015 lediglich fünf von damals 24 Tiger-Hubschraubern einsatzbereit, wie die " Süddeutsche " berichtete. Ein Jahr später, im Sommer 2016, waren dann immerhin 13 der 27 Tiger bereit für den Einsatz. Ein Sprecher des Verteidigungsministerium machte für diesen Teilerfolg die 2014 von von der Leyen gegründete "Task Force Drehflügler" verantwortlich. Ergebnisse seien unter anderem eine "Verbesserung der Ersatzteillage" sowie die "Verbesserung des Inspektionssystems", sagte er der "Süddeutschen" 2016. Wenig später wurden die Flieger in den Einsatz in Mali geschickt. 2013 stürzte ein Tiger in Deutschland ab Ein Hubschrauber des Typs Tiger war bereits im Frühjahr 2013 bei einem Testflug in Deutschland abgestürzt. Die zwei Soldaten an Bord wurden damals leicht verletzt. Ein interner Untersuchungsbericht, über den die " HNA " berichtete, deutete auf technisches und menschliches Versagen als Unfallursache. Demnach sollen vor dem Absturz unterstützende Sichteinrichtungen für die Piloten ausgefallen sein. Britische Polizisten filmen Sex 20.28 Im Jahr 2014 geriet der Tiger wieder mit technischen Problemen in die Schlagzeilen. Die Bundeswehr bestätigte damals einen "Bild"-Bericht nachdem die Inspektionszyklen verringert werden mussten. So wurden die Hubschrauber damals alle 25 Flugstunden aus Sorge vor undichten Stellen am Tank inspiziert. Demnach hatte Hersteller Airbus rund sechs Monate vorher auf mögliche Probleme aufmerksam gemacht. "Seit April fliegen wir mit 25-Stunden-Inspektionen", sagte der Ministeriumssprecher damals dem " Focus " zufolge. Es sei aber zu keinen Auffälligkeiten gekommen.  Die jüngsten Schlagzeilen zum Tiger drehten sich um den Mangel an ausgebildeten Piloten, die das Gerät auch fliegen können. Der "Expertiseverlust" werde zunehmend zu einem "flugsicherheitsrelevanten Thema", hieß es im Juni in einem internen Bericht des Kommandos Heer, aus dem der "Spiegel" zitiert hatte. Eine Handvoll Piloten werde für alle Übungs- und Schießvorhaben sowie Einsätze und einsatzgleiche Verpflichtungen herangezogen. Sie würden der hohen zeitlichen Belastung nicht mehr standhalten, hieß es. Maximaltemperatur für Tiger für Mali-Einsatz angehoben Bedenken gab es auch wegen der Einsatzbereitschaft der Hubschrauber in der westafrikanischen Hitze. Der Inspekteur des Heeres hatte eine Ausnahmegenehmigung für den Flug unter hohen Temperaturen erteilt, bevor sie am 1. Mai einsatzbereit gemeldet wurden. Zunächst galt eine maximale Temperaturobergrenze von 43,26 Grad Celsius für den Start der Hubschrauber. Dieser Maximalwert, der sich je nach Luftdruck und Flughöhe berechnet, wurde für den Einsatz in Mali um fünf Grad angehoben. Haie_Kalifornien 13.06 Der Tiger ist ein zweisitziger Kampfhubschrauber vom Hersteller Airbus Helicopters. Nach Angaben der Bundeswehr wird die Maschine unter anderem für den Kampf gegen gepanzerte Kampftruppen oder logistische Einrichtungen eingesetzt. Die Besatzung besteht aus einem Piloten und dem hinter ihm sitzenden Schützen. Der Tiger kann unter anderem mit Panzerabwehrraketen oder schweren Maschinengewehren ausgestattet werden. Der etwas mehr als 14 Meter lange Hubschrauber kann der Bundeswehr zufolge 290 Kilometer pro Stunde schnell fliegen (ohne Bewaffnung bis zu 315 km/h). Die Einsatzreichweite beträgt laut Bundeswehr bis zu 725 Kilometer. In Mali sind vier Tiger-Kampfhubschrauber im Einsatz. Sie waren im Frühjahr im nordhessischen Fritzlar für den Einsatz in Westafrika verladen worden. ING Helijagd Brasilien
Read The Rest at : STERN